Pflege - Anleitung aus eigener Erfahrung

Wer eine Neomarica erwirbt, hat sich eine anspruchslose, aber sehr dekorative Zimmerpflanze zugelegt. Auch außerhalb der Blütezeit ist sie mit ihren saftig grünen Blattfächern ein Schmuck im Blumenfenster.

Standort:

Hell, halbschattig, im Sommer auch gerne draußen, keine pralle Sonne.
Im Winter etwas kühler, aber immer über 15 °, sonst drohen Schädlinge.

Blüte:

Alle Neomarica blühen im Frühjahr über mehrere Wochen, manche Arten auch ein zweites Mal im Herbst. N. longifolia blüht das ganze Jahr über mit einer kurzen Pause im Januar. 
An jedem Blütenstängel können sich bis zu 10 Blüten bilden, nacheinander und auch mehrere gleichzeitig. Die Blüte öffnet sich morgens, ist am Nachmittag voll aufgeblüht und am Abend schon wieder verblüht.

Vermehrung:

Der Blütenschaft wächst während der Blüte immer weiter in die Länge, 2 m sind keine Seltenheit. Er muss gut gestützt werden. An seinem Ende bildet sich zuletzt ein Ableger, der sich in der freien Natur direkt in die Erde absenkt und dort eine neue Pflanze bildet. Daher kommt der Name „Wander-Iris".
Man kann den Ableger mit einem Stückchen des Blütenschaftes abschneiden, sobald die neue Pflanze senkrecht steht, das Hüllblatt abziehen und sofort in Erde setzen oder erst in Wasser, bis sich Wurzeln zeigen.

Beim Umtopfen kann man auch die Rhizome teilen und einzeln einpflanzen.

Allgemeines:

Die Wanderiris braucht immer genug Wasser, ein nasser "Fuß" macht ihr nichts aus. Deshalb kann sie auch gut in Hydrokultur gehalten werden. Im Winter weniger gießen.

Düngen ab Januar wöchentlich mit einem Dünger für Blütenpflanzen, der mehr Phosphat als Stickstoff enthält. Die nur einmal blühenden Arten nach der Blüte mit einem normalen Pflanzendünger versorgen.

Ab und an mal die Blätter mit einem feuchten Lappen abwischen. Die braunen Spitzen, die durch zu viel Sonne entstehen können, einfach abschneiden.

Umtopfen sollte man die Pflanze erst, wenn es ihr augenscheinlich zu eng wird im Topf, dann auf qualitativ hochwertige Erde achten (Gärtner-Erde).

Achtung:

Katzen lieben es an den Blättern zu kauen, die Pflanze ist aber nicht giftig. Meine zwei Katzen sind noch wohl auf.